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Die beliebteste Zimmerpflanze kommt aus den Tropen

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Feb 2017
Tropische Schönheit: Orchideen richtig pflegen

Das Wichtigste auf einen Blick:
- Orchideen und ihre 60 Millionen Jahre lange Geschichte
- So kam die Orchidee aus den Tropen nach Europa
- Die besten Tipps für den Orchideen-Kauf


Sie ist die beliebteste Zimmerpflanze der Deutschen – und eigentlich doch in den Tropen zuhause: Orchideen begeistern mit ihren filigranen Formen, ihrer Farbenpracht und ihrer Vielfalt.

Die jahrtausendealte Herkunft der Orchideen

Hätten Sie’s gewusst? Botaniker unterscheiden über 30.000 Orchideenarten. Und die Wurzeln der Tropenschönheit reichen rund 60 Millionen Jahre zurück.

Heute schweben Orchideen buchstäblich in den Baumwipfeln des Regenwaldes. Doch die Entwicklung dieser Pflanzengattung, so vermuten Experten, begann im heutigen Indonesien als Bodenpflanze. Millionen Jahre dürfte es gedauert haben, bis Orchideen die Höhe erklommen. Seltene Fossilien, die noch gefunden wurden, werden auf ein Alter von 15 Millionen Jahren geschätzt. Die eigentliche Kultivierung der Orchidee begann dann um 500 vor Christus in China. 

Vom Exot zur beliebtesten Zimmerpflanze


Abenteurern, Entdeckern und Pflanzenliebhabern haben wir es zu verdanken, dass die Familie der Orchideen den weiten Weg bis nach Europa fand. Vertrauenswürdigen Quellen zufolge wurde 1733 die erste tropische Orchideenblüte in der „Alten Welt“ bewundert. Ein vertrocknetes Exemplar der Bletia verecunda war von den Bahamas zu einem Herrn Collinson nach England geschickt worden. Und tatsächlich: Trotz der langen Seereise erblühte das Exemplar im Jahr darauf wieder bei Sir Charles Wagner. Bis 1800 kamen mehrere Dutzend weitere Orchideenarten hinzu – der Siegeszug begann.

Vom Luxusobjekt zum Massenerzeugnis

Natürlich wussten die Menschen seinerzeit zu wenig über die Anforderungen dieser tropischen Pflanzen. Viele Orchideen gingen ein oder überstanden gar nicht den langen Seeweg. Mit den ersten Erfahrungen wuchs schließlich das Wissen um die richtige Pflege und Kultivierung. Schon 1812 etwa gründete die Gärtnerei Conrad Loddiges & Sons bei London eine eigene Orchideenabteilung. Es begann ein beachtlicher Boom, immer mehr Sammler wurden in die Karibik und nach Südamerika geschickt, um neue Orchideenarten nach Europa zu holen. Die Pflanze wurde zu einem begehrten – und entsprechend kostspieligen – Luxusobjekt. Bis die Orchidee zum heutigen Allerweltsprodukt wurde, sollten noch über 100 Jahre vergehen. Erst Professor Morel am Institut National de la Recherche Agronomique in Versailles gelang der Durchbruch zur Kultivierung größerer Stückzahlen – in den 1950-er Jahren. 

Gute Orchideen finden und richtig pflegen

Und heute? Da dürfen Orchideen auf kaum einem Fensterbrett fehlen. Massenprodukte unterschiedlicher Qualität sind schon für wenige Euro selbst beim Discounter zu haben, während Pflanzenliebhaber für seltene Arten durchaus drei- bis vierstellige Beträge investieren. Was so viele an Orchideen fasziniert, dürfte ihre Vielfältigkeit und Individualität sein. Manche Pflanzen blühen monatelang, andere nur ein, zwei Tage. Es lohnt sich also, nicht nur die gängigen Sorten ins eigene Zuhause zu holen, sondern gezielt mal seltenere Varianten ganz nach persönlichem Geschmack auszuwählen – und den besonderen Wert dieser Schönheit zu genießen. Die Vielfalt und Individualität dieser Pflanzenfamilie wird auch Sie verzaubern!

Tipps für den Orchideen-Kauf

Das Angebot an Orchideen im Fachhandel, aber auch in Bau- und Supermärkten ist riesig. Ein wichtiger Tipp für den Einkauf: Gesunde Wurzeln erkennen Sie an der hellgrünen bis dunkelgrünen Farbe. Bei weißen oder braunen Wurzeln ist Vorsicht geboten. Auch ein Blick auf die Blätter ist empfehlenswert: Braune Stellen oder kleine Löcher sind Anzeichen für einen Schädlingsbefall. Gesunde Orchideen hingegen begeistern mit festem Blattwerk und einem satten Grün. 

Die richtige Orchideenpflege zuhause


Zuhause fühlen sich Orchideen wohl, wenn sie Verhältnisse fast wie im Regenwald vorfinden – mäßig sonnig und mäßig feucht. In jedem Fall sollte der Topf transparent sein, da die Luftwurzeln der Phalaenopsen Chlorophyll enthalten und neben den Blättern zur Photosynthese beitragen. Charakteristisch sind für alle Orchideen zudem Merkmale, die sie deutlich von anderen Pflanzenfamilien unterscheiden: So ragt die Pflanze nach oben, solange sie Knospen trägt. Die geöffneten Blüten hingegen drehen sich um 180 Grad nach unten.


Anwendung durch nicht-berufliche Anwender zulässig. Pflanzenschutzmittel vorsichtig verwenden. Vor Verwendung stets Etikett und Produktinformation lesen.